lundi 29 mars 2010

ELASTISCHE PFLANZEN UND SAMEN

Ist nun Der, Welcher erschafft, etwa gleich dem, der nichts erschafft? Bedenkt ihr es denn nicht? Und wenn ihr die Gnaden Allahs aufzählen wolltet, ihr könntet sie nicht beziffern. Allah ist wahrlich verzeihend und barmherzig. (Quran, 16:17-18)

Jede Pflanze ist den klimatischen Bedingungen angepaßt, unter denen sie lebt. Pflanzen in trockenen Zonen haben Eigenschaften, die anderen Pflanzen in gemäßigten Zonen fehlen. Aus diesem Grund kann man nicht erwarten, daß eine Pflanze aus einer trockenen Zone im tropischen Regenwald überleben könnte, und umgekehrt auch nicht, daß eine Pflanze aus dem tropischen Regenwald in der Arktis überleben könnte, denn alle Eigenschaften der Tropenpflanze, wie die Blattgröße und die Widerstandsfähigkeit des Samens, sind dem besonderen Klima dieser Region angepaßt. Manche Pflanzen haben jedoch eine verblüffende Fähigkeit, unerwartet harten Bedingungen zu widerstehen. Pflanzen sollten in der Lage sein, heißes Wetter, starke Regenfälle oder strengen Frost zu überstehen. Manche Pflanzen tun dies, indem sie in einen „Winterschlaf“ verfallen.

Der “Dornröschenschlaf” des Samens
Deren Samen steigern ihre Fähigkeit, widrige Umweltbedingungen zu überstehen, indem sie ihre Stoffwechselfunktionen verlangsamen und in einen tiefen Schlaf fallen. Er beginnt mit einer Phase der Austrocknung. Der Same verliert Gewebeflüssigkeit. Pflanzengewebe besteht zu 90 bis 95% aus Wasser, doch der Wasseranteil des Samens beträgt nur 5 bis 15%. Der Austrocknungsprozess findet in einem genau definierten Zeitintervall statt und wird genetisch gesteuert. Hauptverantwortlich für diesen Prozeß ist die Abscisilsäure,43 ein Hormon, das das Pflanzenwachstum und die inneren Funktionen des Samens verlangsamt. Die Zellatmung eines schlafenden Samens ist reduziert, und er kann weder Nährstoffe aufnehmen, noch wachsen.44
Manche Samen können über Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte in diesem Schlaf verharren, bevor sie keimen, um das Überleben der Art auch unter schwersten Bedingungen sicherzustellen.45
Wie konnte eine so wichtige Eigenschaft entstehen? Wenn die Bedingungen schlechter werden, wie kann ein unter der Erde befindlicher Same das feststellen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen? Ein Same hat weder Augen, noch einer Uhr, noch ein Nervensystem. Wie kann er also wissen, daß es Zeit ist, in den Ruhezustand zu fallen?
Mit Behauptungen wie: „Pflanzen haben Mechanismen entwickelt, die ihr Überleben unter schwierigen Bedingungen garantieren“, versuchen Evolutionisten zu erklären, daß manche Pflanzen auf diese Weise ihr Überleben sichergestellt haben.
Doch dieser Satz enthält keine sinnvolle Aussage, denn natürlich ist es für einen Baum nicht machbar, selbst ein solches Bedürfnis zu fühlen und sich ein System auszudenken, mit dem seine Samen in den Ruhezustand fallen, diesen Mechanismus zu installieren und dann die notwendige genetische Information in die Zellen zu bringen, damit sie an künftige Generationen weitergegeben werden kann. Solch eine Annahme ist unwissenschaftlich und irrational.
Eine andere Geschichte, die Evolutionisten sich zusammenspinnen, ist diese: „Während des Evolutionsprozesses bekam jede Pflanzenart Daten über die Umweltbedingungen und lud sie in ihren Speicher. Die Information wurde verdichtet und im genetischen Material codiert. Die Samen erwarben die Fähigkeit zu „erkennen“, daß die Jahreszeiten aufeinander folgen, Art und Qualität des Bodens zu beurteilen, ob fließendes Wasser und konkurrierende Arten in der Nähe sind und ob es genügend Platz für sie gibt, sich auszubreiten.“ 46
Denkt man ein wenig über diese Aussagen nach, wird leicht erkennbar, daß auch diese Hypothesen extrem unlogisch sind. Eine Pflanze hat keinen Speicher, in den sie Umweltdaten laden könnte. Wie soll eine Pflanze, die sich des genetischen Materials, das sie besitzt, nicht einmal bewußt ist, diesem neue Informationen hinzufügen? Abgesehen davon ist eine Pflanze nicht intelligent und sie hat kein Bewußtsein, wie soll sie also ihre Umwelt „erkennen“? Solche Behauptungen sind Märchen, ausgedacht von Evolutionisten, die nicht zugeben wollen, daß alle Pflanzen von Gott erschaffen worden sind.
An einem weiteren Punkt wird deutlich, wie unhaltbar die Behauptungen der Evolutionisten sind. Ihnen zufolge haben die Pflanzen ihre Eigenschaften in einer Abfolge sich über Millionen Jahre hinziehender zufälliger Veränderungen erworben. Also müssen Millionen Jahre vergangen sein, bevor bestimmte Pflanzen die Fähigkeit erwarben, ihre Samen in einen „Winterschlaf“ zu schicken. In der Zwischenzeit aber müßten die Pflanzen über so viele Jahre oftmals schwerste Bedingungen ausgehalten haben. Das hätte keine Pflanze geschafft. Wenn ein Same einmal zu keimen begonnnen hat, kann er nicht überleben, wenn die Bedingungen zu schlecht sind.
Angesichts dieser Realitäten hätte dem ersten Samen, der unter harten Bedingungen existieren mußte, ein außerordentlicher Zufall zu Hilfe kommen müssen, man sollte besser von einem Wunder sprechen. Für jeden mit gesundem Menschenverstand ist klar, daß das nicht möglich ist. Keine Information hätte dem genetischen Code der Pflanze hinzugefügt werden können, selbst wenn man Millionen oder Milliarden Jahre warten würde. Samen können nicht durch Zufall Fähigkeiten erwerben, weder die des Ruhezustands, noch irgendwelche anderen, doch das ist das einzige Argument, das die Evolutionisten vorbringen.
Pflanzen und die Samen die sie hervorbringen, sind von Gott perfekt erschaffen worden, mit allen ihren heute vorhandenen Eigenschaften.

Ist nun Der, Welcher erschafft, etwa gleich dem, der nichts erschafft? Bedenkt ihr es denn nicht? Und wenn ihr die Gnaden Allahs aufzählen wolltet, ihr könntet sie nicht beziffern. Allah ist wahrlich verzeihend und barmherzig. (Quran, 16:17-18)

Die Vorhersagen der Lupine
Die Lupine, ursprünglich aus der arktischen Tundra stammend, kann das Wetter vorhersagen. Wenn die Bedingungen ungeeignet sind, keimt sie nicht und wartet unter der Erde im Ruhezustand, bis das Wetter besser wird.
Der Same dieser Pflanze kann nur in dem warmen Wetter heranwachsen, das nur wenige Monate im Jahr vorherrscht. Wenn die Samen fühlen, daß es noch nicht warm genug ist, geschieht ein Wunder: Selbst wenn die anderen Umweltbedingungen stimmen, warten sie in dem gefrorenen Boden auf wärmere Temperaturen. Erst wenn alle Bedingungen richtig sind, ganz gleich, wieviel Zeit vergangen ist, beginnen die Lupinensamen, sich zu entwickeln. Es wurden tatsächlich Lupinensamen in Felsspalten entdeckt, die dort Hunderte Jahre überlebt hatten ohne zu keimen oder zu verfaulen.47
Wie kann der Same unter der Erde Informationen über die Außenwelt bekommen? Kann ein Same wissen, was über der Erde vor sich geht, und zwar so viel wissen, daß er das Wetter vorhersagen kann? Ein Mechanismus in ihm informiert den Samen über die Situation, und der er hört plötzlich auf, sich zu entwickeln, verhält sich, als habe er von irgendwoher eine Anweisung bekommen? Wie ist dieses System entstanden? Hat die Pflanze es sich selbst ausgedacht und die notwendigen biologischen Systeme etabliert?
Offensichtlich ist eine Pflanze in der Lage solch ein Talent zu entwickeln. Als die erste Pflanze auftauchte, war dieses Talent schon in der genetischen Information des Samens kodiert. Aufgrund dieser genetischen Kodierung kann die Lupine ihre Entwicklung anhalten, wenn das Wetter zu kalt wird, doch eine Pflanzenzelle kann derartige Informationen nicht von selbst kodieren. Ganz gleich, wie lang der von Evolutionisten propagierte Entwicklungsprozess auch dauern mag, und ganz gleich, was für Ereignisse während dieses Prozesses eintreten, Pflanzen können keine System entwickeln, das sie über die Wetterbedingungen informiert.

Weitere Pflanzenarten
In einem 1879 an der Michigan State University durchgeführten Experiment wurden die Samen verschiedene Pflanzenarten in Gefäße verpackt und vergraben. Regelmäßig wurden Versuche unternommen, sie zum Keimen zu bringen. In den 1980er Jahren, mehr als ein Jahrhundert nach diesen Versuchen, keimten manche der Samen. Während einer ähnlichen Studie in Dänemark wurde beobachtet, daß im Ruhezustand befindliche Samen aus einem 850 Jahre alten Grab zu keimen begannen.48
Auch Samen der Mimosa glomerata, die 220 Jahre in einem Herbarium aufbewahrt worden waren, keimten, sobald sie mit Wasser durchtränkt wurden. Ein weiteres Beispiel für solch widerstandsfähige Samen ist die der Albizia julibrissin. Die im Herbarium des Britischen Museums aufbewahrten 147 Jahre alten Samen keimten 1942 Während des zweiten Weltkriegs, als das Gebäude in Brand geriet und sie mit dem bei der Brandbekämpfung eingesetzten Feuerlöschwasser in Berührung kamen.49
Aufgrund der niedrigen Temperaturen in der Tundra braucht organische Materie länger zum Zerfall. Deswegen können manche Samen unter Permafrostbedingungen 10000 Jahre überleben und sie keimen, wenn sie im Labor der richtigen Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt werden.50
Ein Same hat eine harte Außenhaut mit einer gewissen Menge an Nährstoffen darin. Ganz sicher ist es ein Wunder, daß er ein System enthält, mit dem er Temperaturen fühlen und Informationen aus der Außenwelt erhalten, die Information beurteilen und entsprechend handeln kann.
Folgt man jedoch den Evolutionisten, dann haben die Samen dieses System nur mit Hilfe des Zufalls entwickelt. Ihren Behauptungen zufolge sind sich Samen sogar bewußt, daß widrige Bedingungen nach ihrer Keimung ihr Wachstum behindern werden. Sie wissen, was sie tun müssen, um ihre Entwicklung anzuhalten, wenn sie entsprechende Bedingungen fühlen und um sie fortzusetzen, wenn die Temperatur das gewünschte Niveau erreicht hat.
Natürlich sind solche Behauptungen Unsinn. Die Samen selbst tun diese Dinge nicht. Ein Stück Zellulose hat keine Intelligenz und kein Wissen, Vorhersagen zu treffen und entsprechend zu handeln. So kann man diesen außergewöhnlichen Mechanismus in den Samen kaum als das Produkt des Zufalls erklären, wie es die Evolutionstheorie versucht. Samen sind besonders mit diesen Eigenschaften von Gott erschaffen, um harten Umweltbedingungen widerstehen zu können.
Es kann keinen Zweifel daran geben, daß Gott, der Herr der Welten, in den Samen Zeichen Seiner Existenz und Seiner überlegenen Schöpfung offenbart. Gott erschafft alles, was Er will, einzigartig. Er allein erschafft.

Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. Kein Blick erfaßt Ihn. Er aber erfaßt alle Blicke. Und Er ist der Unfaßbare, der Kundige. (Quran, 6:102-103)

DIE VITALE PHASE
DER KEIMUNG


Und auf der Erde gibt es benachbarte Ländereien mit Gärten voll Weinreben, Korn und Palmen, in Gruppen oder vereinzelt wachsend, bewässert mit dem gleichen Wasser. Und doch machen Wir die eine Frucht vorzüglicher als die andere. Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk von Verstand. (Quran, 13:4)

Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, besteht die erste Phase der Entwicklung eines Samens in eine Pflanze in seinem Transport. -Dann beginnt die Keimung. Wenn der Same reif geworden ist, keimt er gewöhnlich nicht sofort, denn zur Keimung müssen mehrere verschiedene Faktoren gleichzeitig zusammen kommen. Die richtigen Mengen an Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff sind notwendig. Fehlt einer dieser Faktoren, kann der Keimungsprozess nicht beginnen. Doch wenn sie alle vorhanden sind, erwacht der ruhende Same zum Leben.
Haupterfordernis für die Keimung des Samens ist Wasser. Denn der Samenembryo enthält kein Wasser, und es muß eine feuchte Umgebung existieren, damit der Zellstoffwechsel und das Wachstum in Gang kommen können. Außerdem steigert das Wasser die Effizienz der Enzyme, die für das Wachstum nötig sind. Wenn die Samen Wasser aufsaugen und die Stoffwechselaktivität beginnt, beginnt auch die Zellteilung und es wachsen die Wurzeln und Triebe. Die Zellen spezialisieren sich und bilden unterschiedliches Gewebe zur Übernahme spezieller Funktionen.51
In diesem Stadium wird Sauerstoff lebenswichtig. Mit der Atmung beginnt der Same mit Hilfe der Nährstoffe, die er enthält, die Wärme und Energie zu produzieren, die er braucht, um die neuen Teile der wachsenden Pflanze formen. Die richtige Temperatur ermöglicht es den Enzymen, mit höchster Geschwindigkeit zu agieren.52
Der wachsende Same braucht Nährstoffe, doch er hat noch keine Wurzeln, mit denen er Mineralien aus der Erde aufnehmen könnte. Wo bekommt er also die Nährstoffe her, die er für seine Entwicklung benötigt?
Die Antwort auf diese Frage ist im Samen selbst verborgen. Die Nährstoffreserve, die sich nach der Befruchtung bildet, liefert alles, was der Same braucht, bis der erste Trieb aus dem Erdboden sprießt. Solange der Trieb keine Blätter entwickelt, mit deren Hilfe er die Photosynthese durchführt und Wurzeln entwickeln kann, die Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, ist er abhängig von den in seinem Samen gespeicherten Nährstoffen.

Das Erwachen aus dem “Winterschlaf”
Wenn die obengenannten Voraussetzungen gleichzeitig eintreten, finden bestimmte chemische Prozeß im Samen statt. Bevor der Keimung befindet sich der Same in einer Schlafphase. Der Embryo verbleibt im Ruhezustand durch das Wirken bestimmter Pflanzenhormone, von denen das wichtigste die Abscisilsäure ist. Die Samenhülle ist dicht und hart genug, das Eindringen von Gasen zu verhindern und Aktivitäten des Embryos zu verhindern. Doch wenn der Same mit Wasser in Berührung kommt, schwillt seine Hülle an. Die Enzyme in den Zellen des Embryos werden aktiviert und produzieren nunmehr ein neues Hormon mit dem Namen Gibberellin, das die Abscisilsäure neutralisiert, die den Embryo im Schlafstadium hält. Nun kommt das Stoffwechsel-Enzym Alphaamylase ins Spiel, das die im Endospermium gespeicherte Stärke aufspaltet und es der jungen Pflanze als Zucker zur Verfügung stellt, der wiederum die für die Zellteilung nötige Energie liefert.53
Wenn die Menschen einen Samen in die Erde pflanzen, wissen sie normalerweise nichts über diese Prozesse. Einige Tage später, wenn der Same keimt und zu einer Pflanze zu werden beginnt, sehen sie das als einen natürlichen Prozeß an, selbst wenn diese Prozesse extrem komplex sind. Wenn die richtigen Voraussetzungen einmal geschaffen sind, wird eine ganze Reihe chemischer Prozesse durchgeführt. Enzyme interagieren miteinander, um aus dem Samen eine Pflanze zu machen. Denkt man ein bißchen tiefer über diese perfekten Systeme nach, erkennt man die Großartigkeit der Schöpfung. Wenn eine Komponente fehlt, können die anderen nicht aktiviert werden. Es ist offensichtlich, daß solch komplizierte Systeme nicht das Produkt reinen Zufalls sein können; und sie enden nicht mit der Keimung, sondern fahren fort mit noch wunderbareren Prozessen.
Wenn der Same zu keimen beginnt, zieht er Wasser aus der Erde, und die Zellen des Embryos beginnen, sich zu teilen. Dann öffnet sich die Samenhülle. Kleine Wurzeln sprießen heraus und bohren sich in die Erde. Je größer sie werden, desto mehr Widerstand setzt ihnen die Erde entgegen. Doch trotz des extremen Drucks, der auf sie ausgeübt wird, werden sie nicht verletzt, weil die sich ständig neu an ihrer Spitze bildenden Zellen ihnen Schutz bieten, wenn sie sich durch den harten Boden bewegen. Die Zellen hinter dieser Schutzschicht (Calyptra) können sich sehr schnell teilen und ermöglichen ein Wurzelwachstum von bis zu 11 Zentimetern pro Tag. Je mehr sich die Wurzeln entwickeln, um so größer wird deren Oberfläche, mit der sie Wasser aufnehmen können, wobei sie die Pflanze gleichzeitig immer fester im Boden verankern. Zusätzlich spielen die winzigen Wurzelhaare eine wichtige Rolle, erhöhen sie doch die Fähigkeit der Pflanze, lebenswichtige Mineralien aus dem Erdboden zu ziehen.54
Der Entwicklung der Wurzeln folgt die Bildung kleiner Knospen, aus denen die Blätter entstehen werden. Der richtet sich nach dem Licht und wird ständig kräftiger. Wenn der Trieb den Erdboden durchbricht und seine ersten Blätter entrollt, beginnt er, mit Hilfe der Photosynthese seine eigenen Nährstoffe zu produzieren.
Was wir bisher erklärt haben ist Allgemeinwissen. Jeder hat schon Samen wachsen sehen. Doch tatsächlich geschieht ein Wunder, wenn ein Same, der nur wenige Gramm wiegt, keine Probleme hat, seinen Weg durch das Gewicht der über ihm befindlichen Erde zu machen. Das einzige Ziel des Samens ist, das Sonnenlicht zu erreichen. Es ist, als ob die schlanken Stengel neu sprießender Pflanzen sich frei im Raum bewegten und nicht langsam den Weg durch eine schwere Masse ans Tageslicht finden müßten.
Es sind mit verschiedenen Mitteln Versuche durchgeführt worden, den Samen den Weg zum Licht zu versperren, mit wirklich überraschenden Ergebnissen: Der Same gelangt zum Licht, indem er lange Triebe um Hindernisse herum dirigiert oder indem er Druck mit der wachsenden Triebspitze ausübt. Ein Zeitlupenfilm über die Keimung eines Samens kann dies verdeutlichen.
Da keimende Samen das Licht zu erreichen versuchen, bewegen sich die Sämlinge immer in der Absicht, den Erdboden zu durchbrechen. Doch das Wachstum des Samens findet in zwei Richtungen statt. Während die Triebe nach oben wachsen, entgegen der Schwerkraft, wachsen die Wurzeln nach unten in die Erde.
Es ist wirklich denkwürdig, das zwei Teile derselben Pflanze in zwei verschiedene Richtungen wachsen. Wie können Sprößlinge und Wurzeln wissen, in welche Richtung sie wachsen sollen?
Die Stimuli, die das Pflanzenwachstum dirigieren, sind Licht und Schwerkraft. In den sich bildenden Wurzeln eines keimenden Samens befinden sich Zellen, die Schwerkraft wahrnehmen können, und es gibt lichtempfindliche Zellen in dem aufwärts wachsenden Trieb. Aufgrund der Sensibilität dieser Zellen werden die jeweiligen Teile der Pflanzen in die richtige Richtung geführt. Diese beiden Führungssysteme sorgen auch dafür, daß, falls Wurzeln und Triebe sich horizontal bewegen müssen, deren Richtung sobald wie möglich korrigiert wird.55
Es gibt einen weiteren interessanten Aspekt bei keimenden Samen. Im Erdboden befindliche Bakterien haben die Fähigkeit, organische Verbindungen aufzuspalten, doch Samen und Wurzeln, die nicht größer als ein halber Millimeter sind, sind davon nicht betroffen. Im Gegenteil, sie benutzen den Boden, um eine konstante Entwicklung mit konstantem Wachstum aufrecht zu erhalten.
Überdenken wir die bisher erlangten Informationen, so sehen wir uns einer außergewöhnlichen Situation gegenüber. Zellen, aus denen ein Same besteht, beginnen plötzlich, sich zu spezialisieren, um die verschiedenen Teile der Pflanzen zu bilden. Die Wurzeln wachsen in den Erdboden und die Triebe wachsen entgegen der Schwerkraft dem Sonnenlicht entgegen. Wer oder was bestimmt den Zeitpunkt, an dem die Zellen beginnen, sich zu spezialisieren? Und wer oder was zeigt ihnen die Richtung, in der sie wachsen müssen? Wie agiert jede einzelne Zelle entsprechend dem Teil der Pflanze, zu dem sie später einmal gehören wird? Es gibt keinerlei Konfusion darüber, in welche Richtung die Zellen wachsen, warum wachsen zum Beispiel die Wurzeln nicht aus der Erde heraus anstatt in sie hinein?
Auf Fragen wie diese gibt es nur eine Antwort. Natürlich trifft die Pflanze diese Entscheidungen nicht selbst und sie setzt sie nicht selbst um, und sie installiert auch nicht die notwendigen Systeme. Auch die Zellen, aus denen die Pflanze besteht, können das nicht tun. Eine Zelle kann nicht antizipieren und entscheiden oder die Schwerkraft oder das Licht bewußt wahrnehmen. Selbst mit Unterstützung eines anderen Lebewesens könnten solche intelligenten Systeme nicht entwickelt werden. Wenn man zum Beispiel dem berühmtesten Botaniker der Welt sagte, er solle eine Pflanzenzelle erschaffen, die ein Empfinden für die Schwerkraft hat, so könnte er diese Aufgabe nicht ausführen.
All das zeigt uns, daß Pflanzen von einer Macht mit überlegenem Wissen erschaffen und gesteuert werden, von einem Wesen mit überlegener Intelligenz, das die Entscheidungen für ihre Zellen trifft, ihre Anatomien erschafft und ihnen die Richtung weist, die sie gehen müssen, um ihre Funktionen auszuführen. Diese überlegene Intelligenz ist niemand anderes als Gott, der Herr der Welten. Er erschafft eine wundervolle Vielfalt an Pflanzen aus Samen, die an leblose Stücke Holz erinnern, und mit diesen Pflanzen bringt Er die Erde zum Leben.

Und Wir senden vom Himmel Wasser nach Gebühr herab und sammeln es in der Erde. Und Wir haben gewiß die Macht, es wieder fortzunehmen. Und Wir lassen euch damit Palmen- und Rebgärten gedeihen, in denen ihr reichlich Früchte habt, von denen ihr eßt ... (Quran, 23:18-19)

Die Entschlossenheit der Triebe
Um die Samenhülle eines keimenden Samens aufzubrechen und ihren Weg durch die Erde zu bahnen, ist eine große Kraftanstrengung der Wurzel und des Triebes des Samens erforderlich. Sämlinge sind dazu imstande, während ihres Wachstums den Asphalt einer Strasse zu durchbrechen.
Quelle dieser Kraft ist der hydraulische Druck, der sich in jeder Pflanzenzelle aufbaut. Der Druck, lebenswichtig für das Wachstum der Pflanze, dehnt die Zellwände. Gäbe es diesen Effekt nicht, wäre die Zellvergrösserung in der Pflanze nicht möglich, und die Samen würden nicht keimen können.56
Nachdem solche Kraft aufgewendet worden ist, aus der Erde hervorzubrechen, findet der Sämling nicht immer eine passende Umgebung vor. Ist nicht genügend Sonnenlicht vorhanden, hat die Pflanze Probleme mit der Photosynthese und kann nicht wachsen. Aus diesem Grund richtet sich jeder kommende Trieb sofort nach Erreichen der Erdoberfläche nach dem Sonnenlicht aus. Dieses Verhalten wird Phototropismus genannt.57
Wenn Sie eine Zimmerpflanze in eine dunkle Ecke stellen oder an einen Ort, an dem das Licht nur aus einer Richtung kommt, werden Sie nach einer Weile beobachten können, daß die Pflanze sich dem Licht zuwendet, indem ihre Zweige dorthin wachsen oder sie sich sogar in diese Richtung dreht. Es ist äußerst bemerkenswert, daß ein Sämling die Richtung des Lichteinfalls feststellen und sich in diese Richtung wenden kann. Doch Pflanzen können dies mit Leichtigkeit tun, denn verglichen mit Tieren oder Menschen haben Pflanzen eine viel bessere Fähigkeit, die Lichtrichtung festzustellen, was wir nur mit Hilfe unserer Augen tun können. Pflanzen dagegen sind niemals verwirrt, was die Richtung angeht.
Die Keimung ist das erste Stadium der Entwicklung einer winzigen Pflanze, die meterhoch wachsen und Tonnen an Gewicht erreichen kann. Wenn sie wächst und ihre Wurzeln in den Boden vordringen und ihre Äste in die Luft, arbeiten alle ihre internen Systeme (Stoffwechsel, Befruchtung, die Wachstumshormone) simultan, ohne Fehler oder Verzögerung bei einem von ihnen. Alles was die Pflanze benötigt, entwickelt sich gleichzeitig – ein sehr wichtiges Detail. Zum Beispiel: Während sich das Befruchtungssystem der Pflanze entwickelt, sich gleichzeitig ihr Nährstoffverteilungssystem und ihre Wasserkapillaren. Wäre das nicht so, wenn das Befruchtungssystem eines Baumes sich nicht entwickeln würde, so hätte sein inneres Mark, das das Wasser und die Nährstoffe trägt, keine Bedeutung. Es gäbe auch keine Notwendigkeit, Wurzeln zu entwickeln, da auch die untergeordneten Systeme keine Funktion hätten, angesichts der Tatsache, daß die Art nicht überleben würde.
Doch alles funktioniert tadellos. Alles entwickelt sich genauso wie es sein soll und genau zu der Zeit, wann es sich entwickeln sollte.
Es gibt einen offensichtlichen Plan hinter dieser perfekten Struktur der Pflanzen, in dem alle Elemente voneinander abhängig und miteinander kompatibel sind, der nicht zufällig entstanden sein kann. Wie bei allen anderen Lebewesen steht es außer Frage, daß es eine graduelle Entwicklung gegeben hat, wie evolutionistische Wissenschaftler behaupten.
Die perfekte Ordnung in den Prozessen, die wir untersucht haben, beweist die Existenz eines Schöpfers, Der jedes winzige Detail berücksichtigt hat. Selbst die Bildung des Samens, des allerersten Stadiums im Leben der Pflanze, reicht bereits aus, das unvergleichliche Wunder von Gottes Schöpfung zu demonstrieren.

DER SAME:
EIN BEWEIS DER SCHÖPFUNG


Siehst du denn nicht, daß Allah Wasser vom Himmel hinabsendet und so die Erde grün wird? Siehe, Allah ist wahrlich gütig und kundig. (Quran, 22:63)

Bisher haben wir Beispiele verschiedener Arten von Samen gegeben und erwähnt, wie Pflanzen ihre Samen produzieren und verbreiten. Wir haben erklärt, woher die Vielfalt der Pflanzen auf der Erde stammt, dank der in ihren Samen enthaltenen Informationen, die ihnen ermöglichen, auf dieselbe Weise aus der Erde zu wachsen, wie sie es seit Millionen von Jahren tun.
Die Schlußfolgerung, die aus dieser Information gezogen werden muß, ist, daß es eine perfekte Struktur in den Samen gibt. Wie aber sind die Samen mit ihrer exzellenten Struktur entstanden?
Der Evolutionstheorie zufolge sind alle lebenden und nicht lebenden Formen, die auf der Erde existieren – wie die perfekte Ordnung im Universum – das Resultat des Zufalls. Pflanzen und Samen sind auch durch Zufall in die Welt gekommen. Doch evolutionistische Quellen geben keine klare Auskunft über die Evolution von Samen. Welchen evolutionistischen Text wir auch immer zu diesem Thema untersuchen, wir finden eine Serie von Hypothesen, Szenarien, die auf diesen Hypothesen aufgebaut sind, nicht schlüssigen Theorien und unrealistischen Diagrammen, die auf diesen grundlosen Behauptungen basieren.
Wenn wir Samenfossilien untersuchen, finden wir klare Beweise der Schöpfung. Etwa 350 Millionen Jahre alte Samenfossilien aus dem Devon Zeitalter haben die gleiche äußere Schutzhülle, den gleichen Embryo und die gleiche Nährstoffreserve, wie heutige Samen.58
Deren Strukturen haben dieselben Eigenschaften wie Millionen Jahre zuvor, ohne daß sie eine Veränderung durchgemacht hätten – ein klarer Hinweis darauf, daß es einen imaginären Prozeß wie Evolution nicht gibt.
Von Zeit zu Zeit bestätigen evolutionistische Publikationen, in welcher Sackgasse sie sich bezüglich der Samen befinden:
Viele Lücken existieren in unserem gegenwärtigen Wissen über die Entwicklung der Samen. Es wird mehr Information benötigt über … die Vergrößerung der Pollenkammern, über die Rolle des Befruchtungstropfens, über das Eierstockwachstum nach der Befruchtung… über die Struktur der Megasporenmembran.59
Daraus können wir einen offensichtlichen Schluß ziehen. Die Evolutionstheorie ist, was das Auftauchen von Pflanzen und Samen angeht, an demselben toten Punkt angelangt, wie bei allen anderen Lebensformen auf der Erde. Das Leben wurde von Gott erschaffen. Samen, wie auch die Pflanzen, die aus ihnen wachsen, besitzen alle ihre Mechanismen, komplexen Systeme und erstaunlichen Eigenschaften in perfekter Form, seitdem sie das allererste Mal aufgetaucht sind. Evolutionisten benutzen Ausdrücke wie, „Entwicklung im Lauf der Zeit“, „zufällige Veränderung“ und „notwendige Anpassung“, alles Behauptungen ohne eine Basis, die auf Fakten beruhen würde und vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen, bedeutungslos.

Schlußfolgerung


Und ein Zeichen ist ihnen die tote Erde. Wir beleben sie und bringen daraus Korn hervor, von dein sie essen; und Wir machen auf ihr Gärten mit Palmen und Weinreben und lassen Quellen daraus entspringen, damit sie von ihren Früchten essen, obwohl sie nicht ihrer Hände Werk sind. Wollen sie denn nicht dankbar sein? Preis sei Ihm, der alle Arten paarweise erschaffen hat, von dem, was die Erde wachsen läßt, und von ihnen selber und von dem, was sie nicht kennen. (Quran, 36:33-36)

Jeder vernunftbegabte denkende Mensch kann die fehlende Logik in den evolutionistischen Behauptungen über den Leben schaffenden Zufall erkennen. Untersuchen wir diesen Trugschluß anhand einer Analogie aus dem täglichen Leben:
Wenn Sie das Bild einer Blume mit Ihrem Computer kreieren möchten, so stehen Ihnen verschiedene Programme zur Verfügung, die von ausgebildeten Experten entwickelt wurden. Ihr Computer ist dafür ausgelegt, diese Programme laufen zu lassen, mit denen Sie die Farben und Muster der Blume kreieren können. Allein jedoch können selbst der fortschrittlichste Computer und die besten verfügbaren Programme nichts ausrichten. Denken Sie an die einfachsten Dinge: Sie müssen den Computer einschalten, das richtige Programm aufrufen und die richtigen Befehle verwenden, um das Bild der Blume zu kreieren. Niemand, der ein Bild auf einem Computermonitor sieht, käme auf die Idee, das Bild sei von selbst dort erschienen. Natürlich ist es von jemandem kreiert worden. Genauso sicher ist, daß der Computer konstruiert wurde und daß alle seine Teile in einer Fabrik einzeln hergestellt wurden.
So ist es auch mit den Pflanzen. Es ist nicht möglich, daß die Pflanzen in Ihrem Hof, das Gras, die Rosen und die Bäume in den Gärten von selbst, aus sich heraus entstanden sind. Ebenso unmöglich ist es, daß die Pflanzen selbst die Informationen über ihre wesentlichen Eigenschaften in ihre Samen eingegeben haben und begonnen haben, sich daraus zu vermehren, denn all diese in den Samen enthaltene Information erfordert Intelligenz und Wissen.
Es ist eine überlegene Macht, die die Information in Samen verschiedener Struktur lädt, ihnen ihre Form gibt, ihre Hüllen und schützenden Membranen herrichtet und ihnen ermöglicht, zu in jeder Hinsicht perfekten Pflanzen heranzuwachsen. Diese Macht ist Gottes Macht, die Macht des Herrn der Welten, der alle Dinge kennt. Gott erschafft alle Pflanzen und gibt ihnen ihre Form, ihren Geruch, ihren Geschmack und ihre Farbe. Gott teilt uns dies in einem Quranvers mit:

...und hohe Palmen mit dicht stehenden Fruchtknöpfen als eine Versorgung für (Allahs) Diener. So machen Wir ein totes Land lebendig, und so wird auch die Auferstehung sein. (Quran, 50:10-11)

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